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Barrierefreie Website

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Warum Barrierefreiheit auch für Websites?

Jeder Mensch sollte die Möglichkeit haben, auch das Internet für sich nützen zu können. Egal welches Geschlecht, ethnischer Herkunft, Nationalität, Religion, sexueller Neigung, Hautfarbe, Alter, Behinderung oder aus sonstigen Gründen. Gerade in modernen Ländern wie Deutschland stellt für Personen mit einer Behinderung die Technik einer Website die größte Hürde dar. Hier besteht keine Chancengleichheit gegenüber Menschen mit keiner Behinderung. Internetseiten, die nicht für die Barrierefreiheit optimiert wurden, sind zum Beispiel für Personen mit hoher Sehschwäche oder mit Blindheit nur sehr schwer zu erfassen.

Barrierefreiheit prüfen – welche Testwerkzeuge gibt es?

Im Internet gibt es eine Vielzahl an verschiedenen Prüfungswerkzeuge, um eine Website auf Barrierefreiheit zu prüfen. Hier eine große Liste an verschiedenen Prüfungstool:

https://www.w3.org/WAI/ER/tools/

Allergings gibt es kein einzelnes Tool, die alle Vorgaben exakt überprüfen kann. Gerade gute Werbeagenturen oder Entwicklungsabteilungen werden nach wie vor menschliche Tester einsetzen, um eine neue Internetseite zu prüfen und zu testen. Dies stellt sicher, dass eine Website für Menschen mit einer Behinderung leicht zugänglich ist. Bei der Evaluation einer Website werden Testpersonen mit unterschiedlichen Einschränkungen benötigt. Gleichzeitig wird die Website auf verschiedenen Endgeräten (PC, Smartphone & Tablet) geprüft.

Wie vermeide ich Barrieren auf einer Internetseite?

Nur wer die genauen Hürden der Menschen mit Einschränkungen kennt, kann diese bei der Entwicklung einer neuen Internetpräsenz vermeiden. Doch wo genau lauern die potenzielle Barriereherde in einem aktuellen Webauftritt? Die folgenden vier wichtigen Kriterien müssen bei einer Barrierefreie Internetseite unbedingt beachtet werden:

  1. Strukturierte und aufbereiteter Text Content
    Gut strukturierter und lesbarer Text zeichnet sich durch bestimmt Elemente aus. Dies gilt nicht nur für Menschen mit Behinderung. Ihre ganze Leserschaft profitiert von den Vorteilen von gut lesbaren und verständlichen Textinhalten. Ein gut strukturierter Text besteht wesentlich aus:

    • Eine klare Überschrift (H1).
    • Einem kurzen Teaser, der dem Leser vorbereitet, was der nachfolgende Text beinhaltet.
    • Zwischenüberschriften (H2 bis H6) für die verschiedenen Absätze
    • Nicht allzu Lage Textabsätze.
    • Wichtige Begriffe mit Fett (HTML strong) hervorhaben.
    • Listen oder Aufzählungen.
    • Passende Abstände, damit der Leser klar erkennen kann, welche Überschrift zu welchem Absatz gehört.
  2. Optimale Darstellung von Bildern
    Die Nutzer von Screenreadern haben prinzipiell keine Möglichkeit, ein Bild oder eine Grafik zu betrachten. Deshalb müssen Bilder und Grafiken einen verständlichen Alternativtext besitzen. Gleichzeitig sollte bei Bildern darauf geachtet werden, dass sie für alle Menschen richtig wahrgenommen und die Botschaft hinter dem Bild fehlerfrei wahrgenommen werden kann. Gerade farbenblinde Menschen haben oft Schwierigkeiten, die Information von einem Bild klar zu erkennen. Auch die Größe und Qualität eines Images spielt eine wichtige Rolle. Den die Verpixelung von vergrößerten Bildern stellt für viele Mitmenschen eine Barriere dar. Menschen mit krankhaften Konzentrationsstörungen haben große Probleme, Bilder mit Animationen (Animated GIFs) eindeutig zu erkennen.
  3. Seitennavigation auch ohne Maus
    Menschen die kleine Maus aufgrund ihrer Behinderung verwenden können, scheitern oft an der Navigation von einer Internetseite. Daher sollte eine barrierefreie Webseite auch mit einer Tastatur ansteuerbar sein. Durch die richtige Programmierung einer Seite kann die Reihenfolge der Seitenelemente mit einem AccessKey-Pad eindeutig bestimmt werden.
  4. Einhaltung technischer Standards
    Die Einhaltung technischer Standards WCAG 2.0 ist für eine barrierefreie Nutzung des World Wide Web unerlässlich. Die Web Standards wurden in den W3C Richtlinien festgehalten. Diese Richtlinien werden bis heute nur sehr selten von privaten oder Unternehmerwebseiten eingehalten, da diese nicht bindend vorgeschrieben sind. Website für Kommunen und öffentlichen Einrichtungen müssen responsive und barrierefrei sein. Viele Personen mit Einschränkungen können nicht optimierte Webseiten nicht so erfassen, dass sie einen Nutzen daraus ziehen. Hilfstools wie zum Beispiel ein Screenreader oder Braillezeile können auf solchen Webseiten nicht richtig angewandt werden.

Gibt es ein Zertifikat für eine Barrierefreie Website?

Es gibt kein offizielles und verbindliches Zertifikat, das die barrierefreie Umsetzung einer Internetseite bescheinigt. Auch gibt es keine allgemeine Prüfungsstelle (Behörde), die die Programmierung einer Website kontrolliert. Es gibt die Richtlinien Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.0 und BITV 2.0 – Verordnung zur Schaffung barrierefreier Informationstechnik, die Entwickler bei der Erstellung von barrierefreien Webseiten unbedingt beachten sollten. Mit verschiedenen Tools und mit realen Testpersonen kann die Homepage getestet werden.

Welche Rolle spielen Farben bei einer barrierefreien Website?

Die visuelle Wahrnehmung spielt eine sehr große Rolle in der Werbung. So auch bei der grafischen Gestaltung von ganzen Internetseiten. Botschaften in Texte und Bilder sollen sofort, klar und verständlich vom Betrachter erkannt werden. Idealerweise für Menschen mit und ohne Einschränkungen. Hierbei gibt es verschiedene Aspekte zu beachten. Zum Beispiel die Farbfehlsichtigkeit wird bei den Webdesignern von Internetseiten oft nicht ausreichend beachtet. Gerade die Rot-Grün-Sehschwäche und Rot-Grün-Blindheit ist die am meist verbreitetste Farbfehlsichtigkeit. Die Betroffenen können hierbei die Farben Rot und Grün schlechter als Normalsichtige unterscheiden.

Weitere Fehlsichtigkeiten:

  • Protanopie: Rotblindheit
  • Deuteranopie: Grünblindheit
  • Tritanopie: Blaublindheit
  • Achromatopsie oder Achromasie: Farbenblindheit (totale Farbblindheit)

Die Farbsinnstörung ist in der Regel leicht bei der Erstellung von Grafiken zu berücksichtigen. Wichtige Informationen dürfen nicht nur über Farben, sondern müssen auch über Formen oder Beschriftungen vermittelt werden. Problematische Farbkombinationen (z.B. rot-grün) sollten insgesamt vermieden werden.

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